Dass in der Weimarer Giegling-Werkstatt keine Rave-Eisen geschmiedet werden, weiß man ja. Mit der Nummer 08 geht der ohnehin schon tiefe Sound noch weiter nach unten. Ateq erzeugt mit seinen Stücken einen minimalistischen Sog, in dem jede kleinste Modulation wie ein Quantensprung wirkt. Die perkussiven Elemente erinnern stellenweise an die Endlosrillen von STL. Darüber legen sich weit auseinandergezogene Harmonien, die klingen wie fallender Schnee. Nicht weniger geheimnisvoll, aufgrund der Rhythmusstruktur aber wesentlich tanzorientierter, geht es auf der „Feige Dattel“-EP zu. Das Titelstück ist ein Paradebeispiel dafür, wie man Blasinstrumente einsetzt, ohne dass es dämlich klingt. Auch in „Made In China“ und „You“ sind es die kurzen Jazzmomente, die den Stücken ihre ganz eigene melancholische Intensität verleihen.