Genrebezeichnungen sind häufig recht hilflos, und eine der überflüssigsten ist auf jeden Fall „Bass Music“. Aber was will man machen? Und ob „Drum’n’Bass“ oder „Electro“ so viel besser sind, sei mal dahingestellt. Welche Musik kommt heutzutage schon ohne Drums, Bass und Elektronik aus? Nicht mal, zum Beispiel, James Blunt. Was hat das alles mit Mux Mool zu tun? Einiges, denn Brian Lindgren alias Mux Mool bringt es fertig, den Hörer völlig wirr in der Birne zu machen. Nach rotzigen Wobble-Bässen gibt’s hier schon mal Bimmelbammel-Schmalz, früher hätte dafür das tolle Genre „TripHop“ herhalten müssen. Andere Tracks lassen sich problemlos im „Headz“-Fach einsortieren, und im Assoziationskästchen purzeln munter Squarepusher, Paul Hardcastle, Frank Zappa und die Steve Miller Band durcheinander. Von wegen Planet High School – bei so vielen Reminiszenzen und solch einem Tohuwabohu bekommt der Titel eine ganz neue Bedeutungsdimension. Die arme Jugend, die kommt heute gar nicht mehr zum Unfugmachen vor lauter Eklektizismus. Und am Ende ist das mit der Bassmusik dann doch wieder gar nicht so verkehrt. Denn der Wumms hält schließlich alles zusammen.

 


Stream: Mux MoolPlanet High School