D’Marc Cantus erstes Album – und das Warten hat sich gelohnt. Elf Tracks kontemporärer Technomusik, die dabei stark in der Vergangenheit Detroits und Chicagos verwurzelt sind. Dabei sind Cantus Tracks jedoch keine bloßen Kopien der Vergangenheit, sondern entwickeln in ihrer mal melancholischen, mal bedrohlichen Düsternis eine ganz eigene Ästhetik. Hypnotisch repetitive Beats, mitunter Industrial-artig angezerrt, sich windende Acidsequenzen, dunkle Flächen und wabernde, verstörend heruntergepitchte Stimmen versetzen einen auf die Tanzflächen der dunkelsten Warehouse-Clubs. Wie es sich für ein Album geziemt, finden sich aber nicht nur auf den Dancefloor ausgerichtete Stücke, sondern auch solche, die in ihrer eher ruhigen Klangcharakteristik an britische Elektronik der frühen Neunziger erinnern – man denke dabei etwa an Warps Artificial Intelligence-Sampler oder Tracks von Kirk Degiorgio auf A.R.T. Eine runde Sache also.

 


Stream: D´Marc CantuI want to ride