Von Detroit über Heidelberg und Leipzig nach Hamburg: Würde man eine Weltkarte erstellen, in der Referenzen des Debütalbums  T h e  S t o r y  A b o u t  Y o u  von Sebastian Genz alias Moomin hervorgehoben werden, so müsste die Adresse von Moodymann genauso markiert sein, wie die von Move D, Kassem Mosse und dem Hamburger Smallville-Plattenladen. Moomins zuweilen roh wie ein Detroit-Juwel tanzender House voll lässiger Handclaps, peitschender Hi-Hats und verspielter Melodien klingt aber trotzdem immer völlig eigen. Abgesehen von ein paar magischen Gesangssamples verzichtet der Berliner gänzlich auf den Einsatz der Stimme. Lieber setzt er das Zwitschern von Vögeln ein, untermalt träumerische Tracks mit Meeresrauschen, lässt sphärische Pianoloops kreisen und verteilt wärmenden Soul, der direkt vom Herzen kommt. Selten erschien in letzter Zeit ein instrumentales Housealbum, das so geschlossen wirkt und Trends links liegen lässt. Alles klingt als habe Moomin Gehörtes durch seinen Blick auf die Welt gefiltert und nichts weiter getan als an seinen analogen Geräten die Klaviatur seines Herzens direkt in schwerelose Rhythmen und Melodien verpackt, die man nicht so schnell wieder los wird, wenn sie erst einmal in die rechte Hirnhemisphäre eingedrungen sind.