Ben Sims ist einer der herausragenden britischen Techno-DJs. Als Einzelgänger entwickelte er einen eigenen Sound, indem er Aspekte unterschiedlicher Stile vom Detroit-Sound bis zu Tribal-Techno miteinander verschmolzen hat. Das könnte erklären, warum Sims als Produzent bis heute weniger bekannt ist als ein Baby Ford oder ein Oliver Ho. In den vergangenen fünfzehn Jahren hat er eine unüberschaubare Diskografie erschaffen, dem Albumformat stellt er sich erst jetzt. Mit großen Erfolg: Wie ein tosender Sturm geht S m o k e  &  M i r r o r s über dem Dancefloor nieder. Die gewaltige Energie der Tracks erzeugt aber kein Chaos, sie sind ebenso aufbrausend wie gefasst, so überschäumend wie konzentriert. Auf der Ebene der Klänge ist Sims kein Purist, erschafft sich keine persönliche Klangbibliothek. Er benutzt die Sounds, die sich über Jahre und Jahrzehnte als effektiv erwiesen haben. Ihn beschäftigen nicht die einzelnen Klänge, sondern die Dynamik, die er ihnen abgewinnt. Es ist ein Rätsel, was diese Grooves antreibt. In jedem Fall haben sich in diesem monströsen Funk auch HipHop und House abgelagert. Bei „Back To The Pod“ erklingt eine soulige Stimme am Boden der schluchtartigen Grooves: Oft sind ultrakurze Samples die Kondensationskeime der Tracks.

 


Stream: Ben Sims Smoke & Mirrors (Clip)