Für die dritte Ausgabe des Groove-Podcasts machen wir einen Abstecher nach Leipzig, wo Daniel Stefanik zuhause ist. Stefanik gehört seit Jahren zu den beständigsten Produzenten aus der Messestadt – doch 2011 war vielleicht sein bisher bestes Jahr, obwohl er nur drei Maxi-Singles veröffentlichte. Auf diesen beeindruckte er vor allem durch seine stilistische Vielseitigkeit: So setzte Stefanik auf dem zweiten Teil seiner „In Days Of Old“-EP-Serie für das hervorragende Leipziger Kann-Label seine Beschäftigung mit dem Grenzbereich zwischen Techno und House fort, legte auf Cocoon die trippige „Nocturnal EP“ vor und lieferte mit der tollen Dubstep-Electronica-EP „Dambala Experience“ eine faustdicke Überraschung ab. In seinem Mix für unsere Podcast-Reihe zeigt er sich einmal mehr als Experte für dicht gewebte Klanglandschaften und hat als kleines Extra auch einen bisher unveröffentlichten Track eingebaut.

 

Daniel, nach welchen Kriterien hast du die Stücke für den Mix ausgewählt?

Groove ist das Thema und ich finde, die Platten haben unheimlich viel davon! Ich wollte mich aber dabei nicht nur auf ein Genre beschränken. Diese Platten gefallen mir im Moment einfach richtig gut. Die Makam auf Pariter zum Beispiel ist der Wahnsinn. Ich kann mich an ihr einfach nicht satt hören. Ausserdem mag ich es, wenn Platten ineinander fließen und miteinander harmonieren. Eine Platte leitet die nächste ein. Das ist für mich DJing.

Wie bist du auf die Ideen für die „Days-Of-Old“-Serie und die „Dambala Experience EP“ gekommen?

Als diese House-Welle aufkam, hat es natürlich auch mich gepackt und ich wollte mich da auch in der Richtung ausprobieren. Dennoch wollte ich meine Version von House-Musik präsentieren, bei der es immer ein bisschen dunkler zugeht. Hierfür entscheidend sind meine Einflüsse und die spiegeln sich in den Tracks wieder, deshalb auch der Name „In Days Of Old“.

„Dambala Experience“ dagegen ist eher das Pendant zum alltäglichen 4/4-Beat. Ich langweile mich schnell im Studio, wenn ich ständig das gleiche Genre bediene. Ausserdem lernst du extrem viel, wenn du aus deinem normalen Raster steigst und dich anderen Mustern widmest und das wiederum ist unheimlich spannend. Ich habe ein paar Soul-Jazz-Records-Platten, unter anderem solche „Voodoo Style Irgendwas“ Scheiben. Die haben mich sehr inspiriert, weil es mich auch unheimlich an Shackleton erinnert hat, den ich sehr schätze.

Woran arbeitest du gerade und was können wir von dir 2012 erwarten?

Zur Zeit arbeite ich an meinen Album, das ich auf Cocoon veröffentlichen möchte. „Dambala Experience #2“ wird Anfang des nächsten Jahres veröffentlicht. Der dritte und letzte Teil meiner „In Days Of Old“-Serie kommt wahrscheinlich auch irgendwann im nächsten Jahr raus. Ein paar Remixe hier und vielleicht ein paar Nummern da. Neues Jahr, neues Glück!

 


 

Download (MP3, 320 kBit/s, 73:54 Min., 169 MB)
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  1. Daniel StefanikFive (Kann Records)
  2. Soylent GreenLow Pt. 1 (Playhouse)
  3. Fumiya Tanaka337 (Perlon)
  4. MakamClearings (Pariter)
  5. Daniel StefanikUntitled (unreleased track)
  6. LawrenceThe Swan (Dial)
  7. StabloUntitled (Stablo 9998)
  8. Gerry ReadUntitled (4th Wave)
  9. Daniel StefanikSix (Kann Records)
  10. Yasuo SatoMirage Of Night Sky (Aesthetic Audio)
  11. Cobblestone JazzHired Touch (Wagon Repair)
  12. ItaloJohnsonUntitled (ItaloJohnson 03)
  13. RedshapeGoom (Running Back)
  14. I-fI Do Because I Couldn’t Care Less (Disko B)