Ursprünglich sollte der Fokus von Cobblestone Jazz, die seit ihrem aktuellen Album zum Quartett angewachsen sind, ausschließlich auf Liveauftritten liegen. Das hört man „Memories (From Where You Are)“ auch an, das auf zwei Seiten verteilt mal wieder trotz allem Improvisationscharakter konsequent nach vorne treibt, ohne sich dabei jemals in minimaler Ödnis zu verlaufen. Dabei fußt auch diese 12-Inch wieder auf nur wenigen Zutaten: einen trockenen Groove, angereichert durch eine sinnlich plockernde Basslinie und hypnotische, fast schon meditative Rhodes-Tupfer. Dazu ein immer wieder eingestreutes Wechselspiel zwischen divenhaftem Singsang und verwehten, modulierten Vocoderstimmen. Und fertig ist wieder einer dieser analog warmen, sich langsam veränderten Schleicher, für die man Mathew Jonson und seine Crew einfach lieben muss.