Das größte Kompliment, das man einem DJ machen kann, ist wohl, sich komplett auf ihn einzulassen. Der Waliser Jamie Jones verkörpert als Weggefährte von Crosstown Rebels und Visionquest gerade alles, was man an dem Trubel um Wolf+Lamb, Hot Natured, Lee Foss und Konsorten wahlweise anziehend oder abstoßend finden kann: Party als Transzendenz aller Transzendenzen, Tanktops, den Strand als Club, R’n’B für Hüftsteife, Populismus und Sekt statt Selters. Bei allem Hohn und Spott führt einen F a b r i c  5 9 allerdings wieder zum Ausgangspunkt dieser Review zurück: Jamie Jones ist einfach ein sehr guter DJ. Neben den üblichen Verdächtigen und dem eigenen Duft schmuggelt er den Metronomy-Mix von Sébastien Tellier, dazu Cajmere, Holy Ghost! und sogar aus heiterem Himmel Oppenheimer Analysis sowie ein wenig bekanntes, altes Juwel der Murk Boys (Karen Pollacks „You Can’t Touch Me“ für Emotive) in den – mit Verlaub – erstaunlichen Mix. Ein Zuckerbäcker im Metzgerkittel.