Drum’n’Bass und Graffiti sind zwei Kunstformen, die komplex sind und oft missverstanden werden. Ich wählte gleich beide für mich als Ausdrucksformen.“ O-Ton von Musiker, DJ, Graffitikünstler, Autor, Schauspieler und Yogaenthusiast Goldie, der frühen Ikone des Drum’n’Bass. Sein Label Metalheadz führt er bereits in das 18. Jahr des Bestehens, ein neues Album ist geplant, und mit seinem Mix für F a b r i c  L i v e legt er so etwas wie ein Resümee und eine aktuelle Bestandsaufnahme gleichermaßen vor. Die 27 Titel sind in gutem Mixing ineinander verwoben und wie ein funktionales Set aneinandergereiht. Man merkt, dass Goldie seit mehr als zwanzig Jahren Tanzflächen in aller Welt fest im Griff hat. Der Mix rollt und rollt, die meisten Tracks sind aber bereits gute Bekannte, und ab und zu rutschen Klassiker wie „Metropolis“ von Adam F und „Be True“ von Commix dazwischen. Wirkliche Überraschungen bleiben aus, einzig der sperrige Boddika-Remix von Jubeis „Alignment“ fällt aus dem Rahmen. Am Ende ertönt dann sogar „Timeless“, aber wer könnte es ihm verübeln? Die Zukunft von Drum’n’Bass gestalten heute andere, doch diesen Anspruch muss Goldie auch gar nicht mehr haben.