Der Name Ulrich Troyer ist Dubstep-Liebhabern wahrscheinlich kein Begriff, denn bislang beschäftigte sich der Österreicher eher mit Filmmusik oder Klanginstallationen. S o n g s  F o r  W i l l i a m ist der Auftakt zu einer Trilogie von Troyer und Deep Medi, die sich experimentell mit Dub auseinandersetzt. Mit geläufigen Dubstep-Veröffentlichungen ist das erste Album von Troyer, der auch ein Mitglied des Vegetable Orchestras ist, nicht ohne weiteres vergleichbar. Die Stücke ähneln oftmals architektonischen Klangkonstruktionen. Schon der erste Track „Shiraz Airport“ schleicht mit sparsamen Mitteln vor sich hin und wird von blubbenden und knarzenden Geräuschen geschmückt. Auch in den Stücken, die an klassischen Dub etwa von King Tubby erinnern, wimmelt es von verschrobenen Geräuschen und Effekten. Dennoch wirken diese nie störend, sondern fügen sich überraschend gut in das restliche Klanggefüge ein. „Take Me To The Movies, Charlotte“ ist beispielsweise durch einen schleppenden One-Drop und hoppende Offbeats gekennzeichnet. Bei „Lost In Addis“ dominieren dagegen Hall und warme Klangfragmente. Nach dem Ausflug in dubbige Sphären liegt der Fokus in der zweiten Hälfte des Albums wieder auf experimentelleren Klangstrukturen, auf die sich der Hörer einlassen muss – wie überhaupt auf das komplette Album.