Ganze fünf Jahre hat sich der Schlagzeuger und Produzent Hanno Leichtmann Zeit gelassen, um nach R e : T a l k i n g  A b o u t  M e m o r i e s (2006) ein neues klangliches Konzept für sein Projekt Static zu finden. Dass der Wahlberliner dabei kein Exil hinter der Studiotür suchte, zeigen seine Auftritte mit der Pole Live Band sowie die Projekte Groupshow (mit Jan Jelinek und Andrew Pekler) und Denseland (mit David Moss und Hannes Strobl). Diese Kontaktfreudigkeit setzt er dann auch auf F r e e d o m  O f  N o i s e gewinnbringend ein: Nicht weniger als 13 Instrumentalisten und zwei Vokalisten liefern einen reichhaltigen Klang- und Melodievorrat, den Leichtmann souverän dazu nutzt, zehn Songs zu konstruieren, die ihre innere Spannung aus der dichten Verwebung von iterativen Loopstrukturen und solistischen Gastbeiträgen ziehen. Das liest sich experimenteller, als es am Ende klingt – spätestens mit dem Einsatz der Gesangsbeiträge von Falko Teichmann und Yanira Castro werden aus den kontemplativ mäandernden Loopkonstrukten kleine Songperlen. Selbst wenn Leichtmann das hochfrequente Jaulen eines Elektromotors zur Hookline erklärt („Stubby Fingers“), erhält der sonst so nervige Ton aufgrund der harmonisch milde flankierenden Bläsersektion eine charmant einschmeichelnde Poppigkeit. Im Kern ist es die Loop-typische tonale Statik ohne wilde Kadenzen oder Akkordwechsel, die den zehn Tracks des Albums ihren unaufgeregten Charakter verleiht. Die Kunst von Static und seinen Gästen besteht darin, zu keinem Zeitpunkt in Gleichförmigkeit zu verfallen, sondern in jedem Stück einen logischen Spannungsbogen zu verfolgen. Das gelingt so gut, dass man mit Freude Runde um Runde im Leichtmann’schen Klangkarussell dreht.