Das neue Album des Gilles-Peterson-Ziehsohns sagt den Breaks Lebewohl und stellt die Koordinaten auf House. Strictly Rhythm als Plattform ist da eigentlich Ansage genug. Um sicher zu gehen, hat sich Ben Westbeech allerdings noch die erste Riege an Houseproduzenten der Gegenwart an Bord geholt: Motor City Drum Ensemble, Henrik Schwarz, Midland. Jeder darf einen Song mitgestalten und dafür sorgen, dass die vier Viertel in der Reihe bleiben. Also: Tendenz zur geraden Bassdrum und ein Groove zwischen New York und Chicago, während Westbeechs Stimme beseelt und weiß über die Arrangements tänzelt. Das klingt in den besten Momenten wie Jamiroquai an einem Sonntagnachmittag in der Panorama Bar („Justice“). Allerdings fehlt der hellen Reinheit von Westbeechs Stimme oft ein Gegengewicht, das sich in der glatten Gleichförmigkeit von Disco- und Housearrangements eben nicht so finden lässt wie in den vertrackten, gegen den Strich gebürsteten Breaks eines Roni Size, der noch die Produktion des Vorgängers W e l c o m e  T o  T h e  B e s t  Y e a r s  O f  Y o u r  L i f e übernommen hatte. Durch die fehlende Reibungsfläche wirken Nummern wie „Something For The Weekend“ oder „Same Thing“ etwas gefällig, eingängig und in ihrer ganzen Attitüde ein bisserl zu süßlich. Am Ende bleiben jedoch ein Kompendium von elegant groovenden Popnummern und auch eine facettenreiche Aussage zum Souldiskurs der Stunde.