Bryan Black hat mal für Prince in dessen Paisley Park Studios gearbeitet. Dann hat er als Teil einer Band namens Motor bei Novamute veröffentlicht. Jetzt ist er bei Chris Liebings Label und darf dort an einem Sound weiterbasteln, den ich für längst verschwunden hielt: Rocktechno. Damit meine ich diese seltsame Spielart von Techno, die Mitte der Nullerjahre über uns hereinbrach, als täglich ein neuer Remix von Alter Egos „Rocker“ erschien, als DJ Hell seinen zweiten oder dritten Frühling erlebte und der Dancefloor gern mit einem Moshpit verwechselt wurde. Genau diese Verwechslung gefällt mir an dieser Platte nicht. Man muss ihr immerhin zu Gute halten, dass sie mit einer konzeptionellen Konsequenz produziert ist, die irgendwie beeindruckt. Keine Pausen, kein Luftholen, kein Ansatz einer Melodie, keine Dynamik, sondern permanentes Brettern am Anschlag. Maximize to maximize.