Joel Alter und Henrik Jonsson legen mit ihrem gemeinsamen Projekt eine Punktlandung hin. Jonsson/Alter ordnen sich nicht dem momentanen Hochdruck-Techno-Diktat unter, noch tappen sie in die Musikanten-Honigfalle, die Deephouse, oder was sich dafür hält, stellenweise unerträglich macht. Ihr Album ist ein Heilmittel.

M o d erinnert in seinen besten Momenten an Source Records (Move D hat bereits ein Stück der beiden geremixt), Force Tracks vor dem Fall, einen verschlafenen Herbert ohne Bartwuchs, Swayzak und ihr S n o w b o a r d -Album oder an das, was herauskommt, wenn man House und Techno nicht als komparatistische Forschungsdisziplin betrachtet. So ist „Djup House“ fast Popmusik, „Kyrka 2.0“ könnte eins dieser seltsamen Vladislay-Delay-Stücke für Chain Reaction sein und die Dubkomponente des Albums kommt nie in die Nähe des Klischees. Jonsson/Alter ziehen so aber ohne direkte Referenzen und Anhaltspunkte ihre eigenen Spuren in den Schnee. Kontramusik im wahrsten Sinne des Wortes.

 


Stream: Jonsson/AlterMod (Album-Preview)