Das Schöne an Maurice Fulton ist, dass er einen fast nie enttäuscht, schöpft er doch stets aus demselben reichhaltigen, aber doch überschaubaren Fundus an Sounds und Beats. Wollte man ihm übel, würde man sagen, der Typ macht immer das gleiche. Doch Hand aufs Herz, man will es gar nicht anders. Hinzu kommt, dass der seit vielen Jahren in Sheffield lebende Amerikaner sich ohnehin rar macht. Nachdem sein letztes Album unter dem Namen Syclops bereits drei Jahre zurückliegt, darf sich die Welt nun wieder über einen eigenen Langspieler des eigensinnigen Produzenten freuen. Zu diesem Zweck hat er wieder sein Boof-Projekt reaktiviert. Selten blieb der Mann einem Label treu, doch zwischen Running Back und Fultons Bubbletease Communications scheint die Kommunikation zu stimmen. Im vergangenen Jahr hat er auf Gerd Jansons kleiner Plattenfirma bereits ein Album der in Sheffield lebenden und aus Tansania stammenden Sängerin Mim Suleiman veröffentlicht. Fulton-Freunde, die sich damals an dem sehr afrikanischen Gesangsstil von Suleiman störten, dürfen nun aufatmen: S h h h,  D a n d e l i o n s  A t  P l a y ist ein rein instrumentales Album geworden. Und das Schöne daran ist, dass es gewissermaßen die letzten zehn Jahre der Karriere des einst bei den Basement Boys aus New Jersey tätigen Produzenten auf den Punkt bringt. Auf den neun durchweg guten Stücken tummeln sich Fultons unnachahmliche Boogie-Basslines und Electro-Fun-Beats neben den Jazzrock-Breaks des Syclops-Projekts, seine scheppernden HipHop-Patterns finden sich neben Discostreichern wieder, Fusion-Wahnsinn neben Tracks, die an die goldenen Zeiten des Labels Nu Groove erinnern. Für Fans ist S h h h,  D a n d e l i o n s  A t  P l a y sowieso unverzichtbar, alle anderen finden hier einen grandiosen Einstieg in die wunderbare Welt des Maurice Fulton.