Benjamin John Power könnte kundigen Klang-Liebhabern als die eine Hälfte der sagenhaften Fuck Buttons bekannt sein, die mit ihrem Debüt S t r e e t  H o r r r s i n g im Jahr 2008 das Intensitätsfeld zwischen Ambient, Noise und Dronemetal mit ungeahnt bewegenden Innovationen bevölkert hatten. Und auch wenn der zusammen mit Andrew Weatherall produzierte Nachfolger T a r o t  S p o r t die ungezügelte Wucht des Erstlings vermissen ließ, so blieben die Fuck Buttons doch eins der klanglich interessantesten Projekte, die Englands Avantgardepop-Front zu bieten hatte. Benjamin John Powers Soloalbum, das er nun unter dem Pseudonym Blanck Mass veröffentlicht, konzentriert sich auf ein Ambientverständnis, das in orchestraler Opulenz zwischen Feldaufnahmen, in sich bewegten Texturen und subkutan stimulierenden Drones Spannungen produziert, die weit unterhalb bewusster Strukturen ansetzen. Musik für den Körper, die unter Verzicht gängiger Rhythmisierungselemente Formen durchläuft und Strukturen auflöst und im Zuge dieser Zersetzung eine eigene konturlose Schönheit hervorbringt. Oberflächen werden gespannt, Orgasmen zirkulieren, und am Ende sieht man sich einer energetischen Innerlichkeit gegenüber, die in der Lage zu sein scheint, den Zusammenhang von Natur, Ich und Gott ohne ein Wort zu erklären. Für mich das Album des Monats.