Fängt wie eine Hamburger Hymne an, dieses „Waiting“, das mit Richard von der Schulenburgs herrlich dünner Stimme die Melancholie des Wartens transzendiert. Bald schon jedoch schraubt sich ein analoges kleines Acpop-Monster an die Oberfläche, das – nachdem es sich in spröder Perfektion an gewundenen Synthies und scheppernder Snare vergangen hat – sich wieder in der Tragik der Exposition auflöst. Also doch eine Hymne. So auch „Kiss“, das die selige Allianz von Acpophouse und Pudel-Songwriter-Romantik sogar durch die Peaktime treibt, um schließlich mit „And Love“ in einer träumerisch verregneten Sonntagnach-mittagsmelodie zu landen. Liebenswert.