2000 And One ist einer der unangreifbarsten Houseproduzenten dieser Tage. Auf dieser Mix-CD für Planet Gong verfolgt er Querverbindungen zwischen seinem Sound und dem von Butch, Johnny D., Steve Lawler oder Dennis Ferrer. Seine Housephilosophie kommt hier noch deutlicher zum Ausdruck als auf seinen Maxis. Letztlich sind alle Elemente in den Tracks darauf ausgerichtet, die Basslines zum Strahlen zu bringen. In sie tauchen die Tanzenden ein, sie strukturieren das Set. Die Grooves sind so klar und trocken, dass sie eine Art Bühne herstellen. Die Sounds sind bloß ein Schlussstein, ein I-Tüpfelchen. Das Spektrum der eingesetzten Klänge ist sehr überschaubar: Es geht nicht um Originalität oder Abgefahrenheit des einzelnen Sounds, sondern um dessen Funktion in der gesamten Architektur des Tracks. Am schönsten sind dann auch die monotonen Phasen, in denen allein die Bässe und das Drumming erklingen. Weil die Stücke oft recht spröde und technopop wirken, fragt man sich immer wieder, wie genau das bezwingende Housemoment erzeugt wird. Aber 2000 And One könnte wohl auch weißes Rauschen körperlich und sexy klingen lassen.

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