Der Berliner Mike Dehnert veröffentlicht auf seinem Label Fachwerk seit zwei Jahren gut einsetzbare Technotools, die sich zwischen Dubstandards der alten Hard-Wax-Schule und konzentriertem Minimaltechno positionieren. Zu hören sind seine Platten zum Beispiel in jedem Set von Ben Klock. Die bereits Anfang Mai erschienene 12-Inch „Umluft“ auf Fachwerk zeigt auch deutlich wieso. „One“ auf der A-Seite arbeitet sich vorbildlich an bekannten Dubtechno-Standards ab, die B-Seite „Two“ kommt wesentlich spezieller. Hier prasseln metallene Akkorde auf eine massiv schiebende Bassdrum, eine runtergepitche Stimme verheißt nichts Gutes. Dehnert lässt dabei dem Track genug Raum, um atmen zu können und sich in seiner ganzen morbpopen Pracht zu entfalten – das Tempo bleibt dabei im unteren BPM-Bereich. Auch an seiner Platte für das neue Clone-Sublabel Basement Series gibt es nichts zu kritisieren, die zwei Tracks können sogar noch mit einem Vorsprung an Funkyness punkten. In seinem Remix spielt der New Yorker Produzent Levon Vincent das Thema von Dehnerts Track einfach mit einem alten Chicago-Ravesignal nach. So humorvoll wie nützlich.