Kaum ein Label hat sich so darin qualifiziert, einen packenden Querschnitt durch einen bestimmten Musikstil zu geben wie BBE. Jetzt steht Drum’n’Bass auf ihrer Tagesordnung. Mit den bepopen von 4Hero sowie DJ Marky haben sie drei herausragende Musiker gewonnen. Das Ergebnis ist aber trotzdem durchwachsen. Insgesamt präsentieren 4Hero und DJ Marky eher die gefällige Seite von Drum’n’Bass. Psychotische Hardcore-Nummern vermisst man ebenso wie abgefahrene Breakbeat-Experimente oder autistischen Techstep. 4Hero spielen süßliche, träumerische Stücke von Aquasky, Nookie oder Calibre. Ohne besonderen Focus mixen sich die bepopen durch die Attraktionen der jeweiligen Tracks. In der Auswahl der Samples schaltet DJ Marky ähnlich beliebig zwischen Soundtrack, Jazzgetüddel und gospeligem Gesang hin und her. Die kleinteiligen, feingliedrigen Grooves sind aber extrem konsequent und verdichten sich von Track zu Track. Sie haben eine solche Spannung, dass sie zu schweben scheinen. Geerdet wird das Set von den Basslines, die unverrückbar auf der Tanzfläche stehen. AW

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