„Klöppel-House“ ist ein teilweise negativ konnotierter Begriff, aber Larsson liefert gleich zweimal hervorragendes Geklöppel ab, das alle Verunglimpfungen hinter sich lässt. Die Tracks auf Rotary Cocktail sind sehr lang und bauen sich entsprechend langsam und subtil auf. Aus minimalen Rhythmen entwickelt sich sehr breiter, hölzerner Percussion-House. Die Tracks sind luftig und treibend, sie klingen angenehm leicht. Auf der A-Seite findet sich eine dünne Einzelton-Melodie einer Gitarre, die auf der wesentlich minimaleren B-Seite abstrahiert wird und sich im Hall zu verlieren scheint. Die Tracks auf Fumakilla hingegen sind druckvoller, schwerer. Sie werden weniger durch Perkussion, als vielmehr durch heftiges Rauschen und kurze Breaks dominiert. Die Bässe sind härter, dadurch ist das Klangbild als Ganzes wesentlich dunkler. Überdurchschnittlich, trotz House-Inflation.

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