Auf seinem neuen Album lässt Dub Tractor den Shoegazer raushängen: Die neun Tracks verbinden Pop, Indie und Dub mit zurückhaltenden Beats sowie Anders Remmers zerbrechlichem Gesang. Lässt man das erste und wohl auch beste Stück der Platte hinter sich, beginnt man den title Sorry zu verstehen. So steht „And You Are Back“ exemplarisch dafür, wie das Album bestenfalls hätte klingen können. Die klare Glöckchenmelodie fesselt den Zuhörer und versprüht eine winterliche Romantik. Auf Albumlänge will das aber nicht so recht funktionieren, denn im weiteren Verlauf verheddert sich Dub Tractor in seinem oftmals zu dicht gewebten Klangteppich. Die einzelnen Elemente verlieren sich in endlosem Hall, erzeugen ein in sich zwar geschlossenes, dennoch beengendes Klangbild. Dazu kommen noch wenig hoffnungsfrohe title wie „It All Went Wrong“ oder „That Won’t Heal By Itself“. Sorry mag in einer depressiven Selbstmitlepopsepisode durchaus einen gewissen Charme entfalten, macht ansonsten aber wenig Spaß.

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