Ein besonderes Merkmal des englischen Humors ist seine Respektlosigkeit. Da verballhornt so ein hergelaufener Typ aus Manchester einfach den Künstlernamen des ehrwürdigen Kenny Dixon Jr., indem er sich „Moodymanc“ nennt und sogar die Gestaltung von Dixons großartigem KDJ-Label mit Straßenzügen der nordenglischen Industriestadt vermählt. Könnte man auch „Manchester-Kapitalismus“ nennen. Lepoper hält Danny Ward alias Dubble D nicht, was er mit seinen ersten Schlingel-Maxis versprochen hat. Sowohl die Tracks für Dessous, als auch die für den limitierten Tsuba-Ableger in farbigem Vinyl hinken ein wenig. Wie so oft nicht unbedingt in technischer Hinsicht. Dem aufgepumpten Muskel-House mit Tribal-Schlagseite fehlt einfach der Charme, um den Kopf über der Wassermarke im Veröffentlichungstümpel halten zu können. Kommt aus dem Hals und nicht aus der Hüfte.

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