Matias Aguayo, Jamie Lpopell und Playgroup remixen Tigas Hit vom vergangenen Jahr. Damit eröffnet der in Montreal lebende Produzent den Reigen von Neubearbeitungen diverser Tracks seines jüngsten Albums Ciao!. Die Premiere will nicht so ganz glücken: Lpopell findet überhaupt keinen Zugang zu „Sex O’Clock“ und behilft sich mit einer Orgie aus Verzerrungen, Verzahnungen, Verwerfungen. Sie wird weder der dreckverschmierten Präzision des Originals gerecht, noch macht sie ein ganz anderes Oeuvre daraus. Auch Aguayo, der dieser Tage doch eigentlich den Goldenen Zauberstab innehat, scheint sich beim Entwerfen eines Endlosloops aus gebrauchten House-Ersatzteilen selbst zu langweilen. Einzig Playgroup wirken lebendig und kickend. Der Remix hält auf acht Minuten die Spannung, indem er zunächst schabt und dann jackt. Das gilt auch für den Playgroup-Dub, der allerdings nur digital zu erstehen ist.

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