Einen gar herrlichen, total absurden Track hat Nicolas Jaar da gebaut: Im Hintergrund hört man undeutlich die Geräuschkulisse von schreienden und pfeifenden Kindern, im eigentlichen Track wird Volksmusik, aus Russland vermutlich, mit zartem Minimalhouse versöhnt. Immer wieder wird das Hauptthema angedeutet, sogleich wieder rausgeschraubt und dann, wenn man gar nicht mehr damit gerechnet hätte, voll entfaltet. Kleine, eingearbeitete Soundschnipsel lassen den Track zerfallen und führen ihn in unvorhergesehene Richtungen, was immer mal wieder an die feingliedrige Schnitzarbeit von Akufen erinnert. Der Remix von Ryan Crosson ist mit fetterem Beat ausgestattet, was der Floor begrüßen wird, dem Original aber auch ein bisschen die Aura des Mystischen nimmt.

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