„Halleluja!“, möchte man rufen ob der wahnsinnigen Musik, mit der uns das Label Stroboscopic Artefacts seit zwei Jahren beglückt. Auf diesen Remix-EPs wummern Bassblasen, drehen sich dröhnende Zahnräder und hämmern harte Kolben in schweren Zylindern – willkommen im Maschinenraum des Techno! Für die Mahlsteine dieses aberwitzigen Getriebes ist nichts zu weich, hier wird zermalmt, was auf dem Weg liegt. Mit wahnsinnigen Spielzeiten bis an die 17 Minuten heran wird auf dem ersten Teil genussvoll der Gehörgang bis zur Schädeldecke durchbohrt, um dann noch von oben mit der Hihat-Peitsche draufzuhalten. Happy slapping im wahrsten Sinne des Wortes. Auf dem zweiten Teil gestaltet sich die Maschinerie etwas komplexer: Auf bedrohlich tief gestaffelte Sound-Scapes prasseln massive Off-Beat-Phrasierungen, während weite drones durchs Feld ziehen und dubbige Nebelschwaden hinterlassen. Sagenhafte Musik von Lucy, Jonas Kopp, Obtane, Claudio PRC und anderen.