Die Labelwerkschau von Mathematics geht in die zweite Runde. Dieses Mal vom alten Recken, Jackmaster und Mutterbefruchter Numero Uno, Steve Poindexter, kompiliert, kann sich Mathematics rühmen, immer noch das erste Haus am Platze zu sein, wenn es um Acpophouse aus Chicago geht. Zumindest um den der bockigsten Sorte. Mathematics haben sich den kruden Experimenten verschrieben, die Ron Hardy und seine Gemeinde in der Music Box euphorisierten. Polternde Drummachines, 303-Punk, kruder Analogtechno und eine Haltung, die sich konträr zu allen Popstar-Mechanismen stellt, sind hier der Treibstoff. Angetrieben davon zeigen sich Bocca Grande, Andreas Gehm, Contra Communen Opinionem, Analogues Doom oder Unable To Work, die sich und ihre bizarren Paradiese nun auch endlich Menschen ohne Plattenspielern offenbaren. Stellenweise fühlt man sich an den Charme und die Kompromisslosigkeit von Deathmetal- oder Splatterfilm-Fanzines erinnert. Musik von Kindern der Industrie für Kinder der Industrie mit revolutionärer Energie. Krieg den Palästen!

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