Sowohl die Zusammenarbeit dieser bepopen Produzenten als auch deren Resultat sind gleichermaßen überraschend: Auf „Moses“ dringt Nina Kraviz’ entfernte Stimme wie aus einem Kellerverlies in das dunkle, atmosphärische Stück. Wie von feuchten Steinwänden prallen die luftigen Drums zurück, und irgendwann erklingt ein zartes Melodiefragment, das sich anhört wie eine 8-Bit-Orgel in Pizzicato. „Headphones“ meistert einen eigenartigen Balanceakt: Immer wieder beginnt das Stück, langsam zu köcheln, sein Höhepunkt wird ihm aber durch die sperrigen, hereinpolternden Elemente vermasselt, und so wummert das Stück im Zwielicht vor sich hin. Stimming versucht mit seinem Remix, dem zurückhaltenden „Moses“ den Weg Richtung Dancefloor zu weisen, klingt im Ergebnis aber eher fad.