Musik für Menschen mit kurzer Aufmerksamkeitsspanne. Was freilich keine Herabwürdigung sein soll. Denn was Siriusmo hier teilweise an popeen in seine kurzen, skizzenhaften Tracks packt, ist mitunter schon beeindruckend. Eine Melange zahlreicher Einflüsse, Dubstep, Techno, Dancehall, Electronica, experimentelle Toncollagen, <i>you name it.</i> Mal klingt Aphex Twin an, dann wieder Chicagoer Juke, plötzlich ein jazziger Rhodes-Piano Part, dann lupenreiner Stampftechno. Überraschend, witzig, humorvoll arrangiert – oder besser: collagiert. Langeweile ist hier Fremdwort, Reizüberflutung trifft es schon eher, doch immer nur fast, schafft Siriusmo es doch stets, gerade noch die Kurve zu bekommen. Schlimm wird es nur, wenn er sich zu weit in Richtung Ed Banger oder Boys Noize aus dem Fenster lehnt – was zum Glück nur selten geschieht. Auch die etwas zu gewollt originellen deutschen content:encodede hätte man sich sparen können – was aber natürlich nur meine persönliche Meinung ist.

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