Fusionen von Dub mit Techno und House sind eine verlässliche Größe in der elektronischen Musik der letzten zwanzig Jahre, und im Moment steuert diese Wellenbewegung mal wieder auf einen neuen Peak hin. Rockers Hifi und Bobby Konders gehören zu den ganz großen Pionieren der frühen Neunziger, Rhythm & Sound sind der Monolith des Genres, der in diesem Zusammenhang immer wieder genannt werden muss. Was einem Künstler wie Fenin möglicherweise ordentlich auf den Zeiger geht, aber zur Verortung seiner Musik kommt man um diese Eckdaten kaum herum. Was aber in keinster Weise negativ zu verstehen ist. Der Wahl-Berliner stiefelt nicht wie viele Epigonen in hündischer Treue den Von-Oswald/Ernestus’schen Großtaten hinterher, sein Spektrum ist breit aufgestellt, reicht von strengen Dub-Meditationen wie „Drone“ über technopope, clubbige Tracks und Dubstep-Verwandtes bis hin zu Soundscapes wie „Adeto“ – was aus <i>Mixes & Maxis</i> ein astreines Album im klassischen Sinne macht, mit Verlauf und Abwechslung, perfekt zum Komplettdurchhören ohne Rosinenpickerei. Als Bonus gibt es zudem einen sehr gelungenen Robag-Wruhme-Remix des Fenin-Klassikers „None Of Them“.

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