Mit Superlativen wird dieser Tage in Werbung und Musik-Produktinformationen inflationär um sich geschmissen. Dergleichen wird hier mit Sicherheit nicht fortgesetzt, aber so viel muss gesagt werden dürfen: Wenn eine Produktion das Prädikat <i>deep</i> verdient, dann <i>Meterology</i>. Das gesamte Album von Frivolous ist durchzogen von einer Wärme und Relaxtheit, die wirklich nicht alltäglich sind. Aber kurz zurück zu den Infos – das sind Beiblätter, die mit CDs an Journalisten verschickt werden, diesen einiges über Künstler und Werk verraten sollen und natürlich auch eine gute Portion Indoktrination transportieren. In diesem Fall ist der manipulative Charakter des Schreibens allerdings kaum auszumachen, im Gegenteil, alles wirkt sehr offen und persönlich – und ist letztlich doch wieder nicht dienlich. Das Album wirkt nach mehrmaligem Hören (ohne Infolektüre) unbeschwert, humorvoll und streckenweise vergnügt mit Albernheiten spielend. Dann zu lesen, dass der Künstler während der Produktion durch eine heftige Beziehungskrise gegangen sei, verwirrt und fügt der Musik etwas hinzu, was sie eigentlich gar nicht ausstrahlt. Also, lasst euch nichts erzählen, <i>Meterology</i> kann euer Sommeralbum werden, für die Terrasse daheim, den Strand in Andalusien oder die Finca in Argentinien.

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