Maddslinky ist Dave Jones, besser bekannt als Zed Bias, Pionier der UK-Garage-Szene. Und in Personalunion der Garant dafür, dass Garage kein klar umrissener Sound ist, sondern ein Kontinuum, das konstant in Bewegung ist, das ständig neue Mutationen erzeugt. Simon Reynolds nennt es das Hardcore Continuum und fasst darunter alles von frühem Jungle, DrumfnfBass, 2Step bis zu Dubstep. Dubstep markiert nun spätestens den Punkt, an dem man nicht mehr sinnvoll von einem Genre sprechen kann. Oder was haben die Abstraktionen Shackletons mit Skreams Crowdpleasern und diese wiederum mit Mount Kimbies Mood-Music zu tun? Zed Bias hat auf seinem zweiten Maddslinky-Album auch einige abstraktere Stücke an Bord, die man unter Dubstep fassen könnte (und einmal Skream zu Gast), aber essentiell ist er ein Soul-Boy, der nicht umsonst auf der Tanzfläche erschien, als das Kontinuum in Form von 2Step wieder funky und soul- und tuneful wurde. Und so beginnt Make A Change auch mit einem skanking Reggae-Track und hat Gäste wie Paul Randolph und den alten UK-Soul-Recken Omar an Bord. Die Tracks sind luftig, aber auf den Punkt produziert und glänzen durch kleine, feine Details. Jedes Stück taugt für die Tanzfläche, die Bandbreite von Track bis Song sorgt dafür, dass das Ganze auch auf Albumlänge spannend bleibt.