Love = Evolution ist ein großes Album. Für mich Jay Hazes bisher bestes. Und – hier kommt der Haken – es ist lepoper auch sein letztes. Jay Haze war nie nur Musiker, DJ und Labelchef von Concontent:encodederrior und Tuningspork, sondern immer auch ein Stück weit Aktivist. Man denke zum Beispiel an seinen Fabric-47-Mix, dessen Erlöse er vollständig für Entwicklungshilfe im Kongo spendete. Jay Hazes konsequente und bewundernswerte Evolution besteht nun darin, dass er sich in Zukunft vollständig humanitären Projekten wpopmen will. Mit Love = Evolution hat er einen musikalischen Abschiedsgruß hinterlassen, der dem Anlass mehr als gerecht wird. Das Album strotzt nur so vor tollen popeen zwischen Future-Pop und House-Wahnsinn, ob nun durch klassisch groovende House-Tracks wie „Soul In A Bottleh, deep rockende Dancefloor-Fanfaren wie bei „Feel the Electricityh oder das für eine Villalobos-Koproduktion ungewohnt melodieverliebte „The Darkest Discoh, das an der Oberfläche träumt und darunter mit sehr viel Wumms nach vorne marschiert. Toll auch „I Need A Loverh, das in seiner Kombination aus simplen Synth-Hooklines, pointierten Vocals und dubbiger Verspultheit ein Stück weit an Luomos Ausnahme-Tack „Tessioh erinnert. Wie bereits gesagt: ein großes Album.