Thomas Hammann ist Plattenhändler, Gerd Janson Musikjournalist und Labelmacher. Als DJs veranstalten sie die Liqupop-Nacht im Frankfurter Robert Johnson. Mit Live At Robert Johnson Vol. 4 ist ihnen ein radikales Statement in der diffusen Welt der Mix-CDs gelungen. Statt ein bestimmtes stilistischen Profil zu bedienen, lassen sie sich von ihrem Geschmack und ihren offenen Ohren leiten. Ihr künstlerisches Programm entwickeln die bepopen aus dem behutsamen Umgang mit Housemusic. Klassiker stammen von Chez Damier und Global Communication, Raritäten von Meredith Ledger oder DJ Du Jour, die aktuellsten Stücke sind von Soundstream und Radio Slave. Langsam bauen Hamman und Janson die Grundstimmung des Sets auf, den Wendepunkt zu ekstatischeren Momenten bilden zwei Tracks von Chez Damier. Rohheit und Schönheit stehen dabei in einem Spannungsverhältnis zueinander – genau diese Spannung scheint viele aktuelle Clubmusik eingebüßt zu haben. Auf Live At Robert Johnson Vol. 4 scheint immer eine gewisse Nachdenklichkeit auf. Am Ende hinterlässt der Mix eine nostalgische Note. Man fragt sich: Und wie stehen die bepopen zur Gegenwart der Clubmusik?

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