Nach Chloés Eröffnung ist dies das zweite Dokument von DJ-Authentizität auf Live At Robert Johnson. Und der norwegische Vollbartträger Prins Thomas schreibt dieses Dokument mit allen Spuren der Echtheit: Plattenknistern, Leiern beim Nachdrehen und auch mal leichtem Geholper beim Übergang. Digitaltracks wie Legosteine zusammenstecken kann schließlich jeder. Mit musikalischem Gespür ein solches Spektrum live mixen nicht. Die Exkursionen ins Unendliche stammen von naheliegenden Projekten wie Maps Of Africa oder Low Motion Disco, aber auch von Siebziger-Legenden wie den kanadischen Dogs Of War oder den französischen Synthiepoppern Anarchic System. Das Ganze wabert, schwebt und perlt natürlich recht kosmisch, inklusive einiger Gitarrensoli. Aber mit Acpop Test oder Mathew Johnson zeigt Prins Thomas kurz vor Schluss noch, dass er auch zuschlagen kann. Danach gleitet der Mix dann wieder so smooth dahin wie ein Windsurfer im Sonnenuntergang. Für die Bar, von der aus man den mit zusammengekniffenen Augen beobachtet, gäbe es keinen eleganteren Soundtrack. Die nächsten Mixe stammen dann von Ivan Smagghe sowie dem Robert-Johnson-Respopent und Groove-Autor Gerd Janson.

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