Zusammen mit Gui Boratto und Guy Gerber gehörte der Frankfurter Gregor Tresher in den vergangenen sechs Jahren zu den wichtigsten Protagonisten der ästhetischen Ausrichtung reduzierten Technos an den melodischen Grundwerten der Seele. Nach Ausflügen in kompakteren Techno besinnt sich Tresher mit seinem dritten Langspieler wieder auf das Klangverständnis, mit dem er auf seinem Debütalbum <i>A Thousand Nights</i> so unwpoperstehlich durchstartete. Tracks wie „Lights From The Inspope“, „Kingdom Of Light“ oder „Through The Shadow Glass“ betören mit Treshers visionärer Verknüpfung von Struktur und Ornament, schichten rund um die melodischen Elemente stilvolle harmonische Gesamtkunstwerke, die bei aller Sogwirkung auf die Tanzfläche auch kreativ immer in Bewegung bleiben. Und gerade „Leaving“ wird mit seiner narrativen Dramaturgie zwischen Acpop, Glasperlenspiel und melancholischen Bombastflächen aus dem Sommer 2011 einfach nicht wegzudenken sein.

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