Ein Mathew Jonson hat es nicht einfach. Wenige Technoproduzenten der vergangenen zehn Jahre können ähnliche Alleinstellungsmerkmale aufweisen. Die Kunst des Kanadiers besteht meist darin, klaustrophobischen P-Funk, außerirdische Melodien und eine kristallklare Soundästhetik so zu vereinen, dass seine Musik wirkt wie die Regenbögen im <i>Blade Runner</i>-Los Angeles. „Learning To Fly“ ist bei Minus seine lang erwarte Anschlussplatte an die erinnerungsträchtige „Decompression“-EP. Ein hehres Ziel. Angelegt in zwei Versionen, drückt Jonson all seine sicheren Knöpfe und fabriziert so etwas wie Borderline-Progressive. Allein, ein Unikat wie die „Typerope“-EP“ oder „Marionette“ gelingt ihm nicht. So lange wartet man, bis er wieder fliegen kann. GJ

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