Seit seiner ersten 12-Inch von Detroit-Legende Rick Wade im Mai 2009 hat sich Lapop bestens von seiner großen Schwester Dial emanzipiert und gezeigt, warum ein Sublabel dringend notwendig war. Statt wie auf Dial um schwärmerischen Minimaltechno und dandyeskes Songwritertum dreht sich hier alles um so tiefen wie zugleich traditionsbewussten House von alten und neuen Helden mit dem nötigen Blick nach vorne. Zwei Jahre und zehn Veröffentlichungen später bricht Lapop nun mit seiner Vinyl-Only-Haltung und veröffentlicht eine CD-Compilation, die die Essenz des bisherigen Ausstoßes präsentiert. Selbstverständlich fehlt Rick Wade dabei genauso wenig wie John Roberts, Lawrence, Kassem Mosse, Black Jazz Consortium, Lowtec, Marcello Napoletano, RNDM, Smallpeople oder Christopher Rau. All ihre Tracks halten, was schon das Namedropping verspricht und spannen mithilfe satter Claps, bittersüßer Deephouse-Akkorde und umschmeichelnder Flächen einen mitreißenden Bogen, der von klassisch bis modern, von tiefgründig bis <i>uplifting</i> reicht.