Der aus Istanbul stammende, in Rotterdam lebende Ilker Soylu ist gerade äußerst produktiv. In ihrem Einfallsreichtum erinnern seine Tracks an die Musik von Argy, in ihrer jazzigen Komplexität an Frivolous. „Waiting For The Storm“ auf Treibstoff ist ein runder Tech-House-Track, der aus einem Shuffle-Groove und einer satten Basslines heraus operiert. Sarah Goldfarbs Remix von „Isolated Funk Ensembleg ist weniger ausgewogen, die sakralen Arpeggi sind zu deutlich auf Hit gemünzt. Soylus Platte für Progcity Deep Trax ist weniger funktional: In der Downbeat-Nummer „Move Meg werden sich überlagernde Hiphop- und House-Rhythmen von atmosphärischen Vocal-Samples umspielt. Der Remix von Ron Deacon hüllt einen trägen Minimal-Groove in dichte Nebelschwaden. Mathias Schaffhäusers House-Beats klingen ähnlich verhalten, Leben in den Track bringen die editierten Vocals.