Hendrik Weber alias Pantha Du Prince lässt sich elf Mal Tracks seines Albums Black Noise remixen, das den Durchbruch für ihn bedeutet hat, aber eigentlich nicht ganz so betörend war wie sein Vorgänger This Bliss. Und wie das so ist mit Remixalben: ein bunter Strauß schöner popeen, allerdings eher ohne einen strengen Bindfaden drum herum. Zusammenhalt gibt Webers Melancholie, die sich in den Blasinstrumenten von Die Vögel, die hoffentlich bald mal ein Album veröffentlichen, ebenso wiederfindet wie natürlich bei seinen Dial-Labelkollegen Lawrence, Carsten Jost und Efdemin. Moritz von Oswald lässt sich tatsächlich mal wieder zu elegischem Dubtechno hinreißen, auch Four Tet sowie der verhuschte Ghostly-Musiker The Sight Below kommen mit ziemlich geradem Antrieb daher. Walls hymnisch, Animal Collective hymnisch, aber mit Berghain-Pauke, wie bekannt. Einzige wirkliche Überraschung ist der popiosynkratische Industrialhouse, den Jamal Moss alias Hieroglyphic Being hier vorlegt. Dass er in diesem Kreis auftaucht, zeigt, dass so ein Remixalbum nicht nur als Bündel schöner Tracks, sondern über die Auswahl der Remixer vor allem als Geschmacksaussage und Referenzerweisung durchaus eine Existenzberechtigung haben kann.