<i>Connected Heads Vol. 1</i> war eine Zusammenstellung dessen, was das Label Highgrade ausmacht: keine engstirnige Beschränkung auf ein bestimmtes Genre, sondern lässige Aufgeschlossenheit für allerlei Spielarten elektronischer Tanzmusik. Auch Folge Nummer zwei verschreibt sich dieser Lässigkeit und zeigt die Verbindungslinien zwischen minimalisiertem Techno-Verständnis und Groove-zentrierten House-Nummern. In die zweite Abteilung passt beispielsweise Markus Homm mit „Silvermoon“, einem melodiösen Track mit sanftem Tempo, dessen Basslinie mit zunehmender Spieldauer einen enthusiastischen Funk entwickelt und sich raumgreifende Präsenz erspielt. Todd Bodine hingegen zentriert sein Stück um US-inspirierte Vocals und eine verspielte Hookline. In Sachen Techno ist Mihai Popoviciu mit dem Track „Rpoping On Electric“ (aus seinem Debütalbum) vertreten, der in den kurzen, echobelegten Akkordmodulationen einen fast schon dubbigen Höreindruck hinterlässt. Darüber hinaus gibt es jazzig treibende Becken und konzertante Schlagzeugepisoden bei Julie Marghilano, Jens Bond kommt mit zart gehauchten Rhythmuskonstruktion daher, und auch Tom Clark spielt mit Vocals. Für jeden was dabei.

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