Der armenischstämmmige Literaturkolumnist Armen Armanessian hatte in den sechziger Jahren beim renommierten „New Yorker“ auf innovative Weise dem schneller und schneller werdenden Veröffentlichungsrhythmus der Verlage begegnen wollen, indem er eine gegenläufig immer weiter sich minimalisierende Kritikpraxis entwickelte, die zwangsläufig dazu führen musste, dass er bald über die zu rezensierenden Werke nicht mehr als ein Wort zu verlieren haben würde: „Ja“. Oder: „Nein“. So vielversprechend dieses Vorhaben auch gewesen war, scheiterte er schon bald daran, sein Urteil rechtzeitig zur Deadline abzugeben, und musste entlassen werden. Er hatte sich nicht entschepopen können.