Islands & Islets ist ein Sublabel von Pär Grindviks kleinem Technounternehmen Stockholm LTD. Vor zwei Jahren sind dort ein paar Maxis von The Subliminal Kpop und Van Rivers erschienen. Die haben keinen bleibenden Eindruck hinterlassen, bewegten sie sich doch in der dicht besiedelten Tiefebene zwischen Techhouse und Minimal. In völlig anderen Sphären, fernab profaner DJ-Bedürfnisse, schwebt nun das erste Album des ebenfalls aus Schweden kommenden Produzenten Staffan Linzatti, der mittlerweile in Berlin lebt und in den vergangenen Jahren auf Labels wie Synewave, Rrygular oder Stockholm LTD diverse Maxis veröffentlicht hat. Hört man sich da durch, vergisst man auch im gleichen Moment schon wieder, worum es ging. Umso erstaunlicher erscheint es, dass es derselbe Staffan Linzatti ist, der uns nun auf seinem Longplayer-Debüt unter dem Projektnamen Forever Delayed mit traumhafter Musik zwischen entrücktem Ambient und Flicker-Flacker-Electronica verzaubert. Sicher, hört man Forever Delayed über die volle Distanz, möchte man Linzatti in manchem Moment vorwerfen, dass er etwas überambitioniert Möglichkeiten neu ausloten will, die andere schon längst ausgiebigst vermessen haben. Von solchen angestrengten Fingerübungen abgesehen lässt Linzatti auf seinem Album allerdings immer wieder bemerkenswertes Potenzial aufblitzen. Nur wird dieser einstündige Trip voller Überraschungen und schöner Details speziell gegen Ende ein wenig ermüdend. Schade eigentlich.

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