Claude Vonstroke zeigt mit seinem Mix für Fabric seine Fähigkeiten als DJ. Immer wieder lässt er in seinem Set kleine Fragmente der Tracks im Mix aufblitzen und erzeugt dadurch eine geschlossene Grundstimmung, die den Mix wie aus einem Guss, aber nie geordnet wirken lassen. Vielmehr entsteht ein Gefühl von Chaos, wenn Vonstroke die Stücke derart ineinanderlaufen lässt, dass man sie kaum wiedererkennt. Immer wieder überrascht der Labeleigentümer von Dirtybird und Mothership, etwa wenn er die zugegebenermaßen ziemlich unspektakuläre Grundauswahl an Tracks durch Unerwartetes wie DJ Deeons „Shake It“ oder sogar durch zwei Kollaborationen mit Bootsy Collins anreichert. Dadurch beweist er, dass er in der Lage ist, mühelos die engen Grenzen des Genres zu überwinden, ohne dass dabei seine Glaubwürdigkeit auf der Strecke bliebe. Mit Vonstrokes eigenem Track „Aundy“ schließt die Compilation und beseitigt letzte Zweifel an dessen Fähigkeiten als Produzent. Die für ihn typische pumpende und blubbernde Bassline sorgt dann auch für den Gänsehaut-Moment dieser CD.

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