Das Debutalbum des Kölners Bastian Wegner, der sich bislang vor allem als Komponist für diverse Theater hervorgetan hat, setzt sich mitten hinein in die Schnittstelle aus neoklassischen Pianoarrangements, Electronica und langsam vorgetragenen, leicht morbpope anmutendem Jazz. Aber es ist beileibe kein weiteres semiakustisches Ambient-Album. <i>Elmsfeuer</i> driftet keine Sekunde in Gefilde der Selbstverlorenheit, sondern ist immer höchst konzentriert, besonders in den Passagen, wenn die Musik fast stehen zu bleiben scheint. Sorgsam produziert und von ungewöhnlicher klanglicher Präsenz. So entsteht nicht nur ein umwerfendes Sound-Design, es führt auch zu einer Spannung, die wie elektrische Ladung in der Luft ist: physikalisch spürbar. Insofern ist nicht nur der Albumtitle eine gelungene Wahl, sondern auch die des Labels Sähkö.

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