Direct Beat war in den neunziger Jahren eins der maßgeblichen Electrolabels aus Detroit, Aux 88 und Keith Tucker veröffentlichten dort zahlreiche wegweisende Platten. Clone aus Rotterdam haben acht nicht mehr erhältliche Tracks aus dem Archiv des Labels zusammengestellt. Man ist erstaunt, wie unversöhnlich Clubmusik einmal geklungen hat. Der trockene, körperlose Sound gibt den Tracks von Aux 88, Di’jital, Will Web oder Dre Brown etwas Unwirkliches. Es gibt kaum Arrangements, die Stücke fangen irgendwo an und hören irgendwann auf. Es gibt keine Melodiefiguren, die länger als einen Takt sind. Die kleinteiligen, zuckenden Sounds wollen alles andere als einschmeichelnd und nett sein, es sind die Klänge einer unmenschlichen oder eher posthumanen Welt. Es ist der Klang der Maschinen, der Sound der Fabrikhalle. Hier entwickeln die Direct-Beat-Musiker ihre Visionen, nicht in eleganten Lofts oder auf gediegenen Dachterrassen. Dementsprechend ist die Musik kein Produkt der smarten Interfaces von Ableton oder Logic, sondern von sperrigen Analogsynthesizern.