Dem heiligen Triumvirat der Tanzmusik wird erneut ein Denkmal gesetzt. Dieses Mal von dem überaus fleißigen Marcello Napoletano. Ich persönlich muss nie wieder einen Detroit-Ausruf in einem House- oder Technotrack hören, aber abgesehen von diesem Makel zieht der Italiener die richtigen Strippen: schroffer House, mit Rotznase aus dem Bauch heraus produziert. Vier Tracks, dreieinhalb Volltreffer. Ryo Murakami kommt nicht ganz so gut aus den Startlöchern. Über weite Strecken viel zu brav, erscheint der Japaner fast ein bisschen lustlos. Das lässt sich auch über den Remix von Scott Ferguson denken, der an musikalische Sittsamkeit appelliert und die Frage offen lässt, wann er wieder an selige Ferrispark-Zeiten anschließen kann. Fans werden trotzdem freudig in die Hände klatschen.

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