Kämpft man sich durch den Pressecontent:encoded zu Jahcoozis <i>Barefoot Wanderer</i>, fällt dort vor allem auf, dass eine Beschreibung der Musik schwer fällt – und dies selbst den Menschen, die sich am meisten mit der Platte beschäftigt haben. Zu entnehmen ist aber, dass Jahcoozi sich für ihr Album zahlreiche Gastkünstler wie Barbara Panther und den Tontopf-Perkussionisten Oori Shalev aus Israel eingeladen haben. Vielleicht ist es das Gefühl von Kräuterzigaretten-umwölkter Authentizität, das aus Jahcoozis Art von moderner, im Westen verankerter Weltmusik ein gelungenes, kohärentes Album entstehen lässt und keinen Flickenteppich. „Weltmusik“ meint hier eine Mischung aus einer Vielzahl von Stilen wie Dubstep, Dancehall und Braindance-Artefakten, entgegen einer bloß assimilierten Mimesis. Nicht zuletzt verleiht die Stimme der Frontfrau gemeinsam mit einem gewissen Popappeal <i>Barefoot Wanderer</i> eine angenehm straffe Eingängigkeit.

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