Bernd Kunz, der mit Rainer Trüby als A Forest Mighty Black vor gefühlten Urzeiten die erste Veröffentlichung auf Compost fabrizierte, wandelt letzterdings auf Solopfaden. Aus den damaligen Downtempo- und Nu-Jazz-Derivaten ist klassische House-Mannskost geworden, das interaktive Experiment ist gepflegtem Hedonismus gewichen. Zwei runde und glatte Tracks zieren diese Maxi, einmal mit wohlabgeschmeckter Süße zwischen Filter, Piano und hallendem Vocal, einmal etwas herber mit dominanter Bassline, mäanderndem Akkord auf der Vier und, genau, hallendem Vocal. Formelhaftigkeit hin oder her, solche Tracks wirken, vor allem in derartiger Besinnung auf das Wesentliche.

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