Hamburg und immer wieder Hamburg. House für Regentage. Der Klang einer Stadt. Wie man dereinst unsterblich in Dial verliebt war, so schnell hatte man sich beim Auftauchen von Smallville daran gewöhnt, seine Liebe von nun an zu teilen. Peter Kersten, der Lawrence und Sten in einer Person vereint, fungiert auch als Bindeglied zwischen den Labels, die auseinanderzudenken man nach anfänglichen Schwierigkeiten immer besser in der Lage war. Denn da, wo Dial sich über Kunstproduktion definiert, stellt sich Smallville noch deutlicher in die Tradition amerikanischer House-Musik klassischer Prägung. Menschen in Bewegung. Das gilt für die Beine wie fürs Gemüt. Auf zehn Tracks zwischen emotionalen Synthesen und deren Auflösung im stetigen Werden der Nacht wächst ein Bild des Smallville-Universums zu fast greifbaren Konturen heran, bleibt aber zu feinstofflich, um von Menschenhand berührt zu werden. Zehn Tracks voller Streicher und Hingabe, voll warmer Basslinien und weiter Räume, die ihren Zustand, immer zwei Zentimeter über der Tanzfläche zu schweben, durchweg bewahren. Immer tiefgründig und voller Anmut. Von den zehn großartigen Stücken, welche die bepopen Betreiber Julius Steinhoff und Peter Kersten hier zusammengestellt haben, ist lediglich eins bereits erschienen. Der Rest kann getrost als Fenster in einen strahlendes Morgen gewertet werden. Obwohl, oder gerade weil es regnet.